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KreisSportBund Friesland e.V.

Ältere im Sport

Anfangen lohnt sich immer: Muskulatur kann in jedem Alter aufgebaut und gestärkt werden. Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Schlüssel für Lebensqualität, Wohlbefinden und eine lange Selbstständigkeit.

Warum Bewegung im Alter so wichtig ist

Untersuchungen gingen davon aus, dass unser persönlicher Lebensstil spätestens im Jahr 2020 etwa 70 % aller Erkrankungen beeinflusst. Ein Hauptproblem dabei ist Bewegungsmangel, zum Beispiel langes Sitzen.

Studien belegen außerdem, dass wöchentlich drei Stunden Freizeitsport den Alterungsprozess unserer Gene um zehn Jahre verlangsamen können. Darüber hinaus stärkt körperliche Aktivität das Herz, fördert die Lern- und Gedächtnisleistung und senkt das Risiko für Demenz und Depressionen. Sie stabilisiert Knochen und Gelenke, beugt Osteoporose vor und kann Muskelschwund hinauszögern. Und: Muskeln machen schön. Sie verbessern die Haltung und das Hautbild, steigern den Grundumsatz und verbrennen Fett.

Dabei gilt: Use it or lose it. Nur wer sich regelmäßig und in ausreichendem Maße bewegt, behält die Leistungsfähigkeit und Kraft, um den Alltag ohne Hilfe zu meistern – etwa Treppen zu steigen oder den Einkauf zu erledigen. Denken Sie dabei gerne an die Redewendung „Je oller, je doller“: Nur durch angemessene Anstrengung können sich unsere Muskeln entwickeln.

Wie viel Bewegung ist ausreichend?

Zuerst sollten Spaß und Regelmäßigkeit im Vordergrund stehen. Darüber hinaus können Sie sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientieren:

150 Minuten

pro Woche mit mittlerer Intensität

z. B. spazieren gehen, tanzen, normales Radfahren – idealerweise verteilt auf 3 bis 5 Tage (z. B. 5 × 30 Minuten).

75 Minuten

pro Woche mit höherer Intensität

z. B. schnelleres Radfahren, schnelleres Gehen oder Laufen, Fitness- und Gymnastikkurse.

Auch eine Kombination aus beidem ist möglich. Versuchen Sie zusätzlich, muskelkräftigende Übungen umzusetzen, die die großen Muskelgruppen beanspruchen.

Und noch ein Tipp zum Start: Erst öfter, dann länger und erst später intensiver trainieren. Viele wissenswerte Informationen rund um Ernährung und Bewegung finden Sie im Buch „Fit von 1 bis 100“ von Dietger Mathias (2015).

Wichtig

Sprechen Sie vor der Aufnahme von Aktivitäten mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt über mögliche gesundheitliche Einschränkungen und trainieren Sie am besten unter Anleitung, zum Beispiel in einem Sportverein. Wer die genannten Empfehlungen aus gesundheitlichen Gründen nicht einhalten kann, sollte sich so viel bewegen, wie es die persönliche Situation zulässt.

Fördermöglichkeiten für Vereine

Sport- und Bewegungsangebote für Ältere in Friesland

Die Sportlandschaft in Friesland bietet eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Altersgruppen. Gesundheitsangebote, die eine besondere Zertifizierung durchlaufen haben und deshalb von den Krankenkassen bezuschusst werden, erkennen Sie an den Siegeln „Sport pro Gesundheit“ und „Deutscher Standard Prävention“.

Hier finden Sie eine Auswahl an Angeboten der Sportvereine in Friesland für Ältere – mit und ohne Zertifizierung (Vereinsabfrage durch den KreisSportBund Friesland e.V.).

Jever

Jever/Schortens

Schortens

Tanzsport am Wald e.V.

  • Tanzen für Seniorendamen

    SV Grün-Gelb Roffhausen v. 1919 e.V.

    • Frauengymnastik
    • Wirbelsäulengymnastik
    • Männersport
    • Freizeitsport Fußball
    • Tischtennis

    TuS Glarum e.V.

    • Outdoor: Nordic Walking, Gymnastik, Tanz
    • „De Ölleren“ – Seniorengymnastik 60+ (Männer)
    • „Älter werden – aber aktiv“ – Seniorinnengymnastik 60+ (Frauen)
    • Frauengymnastik
    • Wirbelsäulengymnastik
    • Tanz, Bewegung und mehr (Frauen)
    • Wohlfühlgymnastik mit Muskelentspannung nach Jacobson, Übungen nach Feldenkrais und Faszienübungen (Frauen)
    • Linedance
    • Ballsport, „Wolli-Ball“ Volleyball
    • Bedingt: Tischtennis, Badminton, Basketball
    • Sonstiges: Ganzheitliches Gedächtnistraining, Plattdeutsch

    Zetel

    Varel

    Vareler Turnerbund von 1861 e.V. (VTB)

    • Frauen-Turnen, Turnen der Älteren 50plus, Turnen Sie+Er
    • Wassergymnastik/Aquafitness
    • Walking, Nordic Walking, Wandern
    • Radsport/Radwandern
    • Sportabzeichen
    • Qigong, Yoga, Wege zur Entspannung
    • Gesundheitssport mit Verordnung: Reha-Sport (Orthopädie), Lungensport
    • Hobbygruppen: Basketball, Volleyball, Tischtennis

    Bockhorn

    Wangerland

    Quellen
    • BZgA (Hrsg.) (2001). Was erhält Menschen gesund? Antonovskys Modell der Salutogenese – Diskussionsstand und Stellenwert. Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, 6. Köln: Schiffmann, Rösrath.
    • Kardorff, E. v. (2004). Kompetenzförderung als Strategie der Gesundheitsförderung. In BZgA (Hrsg.), Leitbegriffe der Gesundheitsförderung. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden in der Gesundheitsförderung (4. erw. u. überarb. Aufl.), (S. 134–137). Schwabenheim a. d. Selz: Fachverlag Peter Sabo.
    • Kurth, B. (2004). Gesundheitsbezogene Lebensqualität. In BZgA (Hrsg.), Leitbegriffe der Gesundheitsförderung. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden in der Gesundheitsförderung (4. erw. u. überarb. Aufl.), (S. 67–69). Schwabenheim a. d. Selz: Fachverlag Peter Sabo.
    • Mathias, D. (2015). Fit von 1 bis 100. Ernährung und Bewegung. Aktuelles medizinisches Wissen zur Gesundheit (3. Aufl.), (S. 59). Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag GmbH.
    • Merbach, M. & Brähler, E. (2007). Prävention und Gesundheitsförderung bei Männern und Frauen. In K. Hurrelmann, T. Klotz & J. Haisch (Hrsg.), Lehrbuch Prävention und Gesundheitsförderung (S. 319–331). Bern: Huber.
    • Reimers, C. D. & Knapp, G. (2013). Förderung eines körperlich aktiven Lebensstils. In C. D. Reimers, I. Reuter, B. Tettenborn, A. Broocks, N. Thürauf, N. Mewes & G. Knapp (Hrsg.), Prävention und Therapie neurologischer und psychischer Krankheiten durch Sport (S. 63–89). München: Urban & Fischer.
    • Vogt, L. & Neumann, A. (Hrsg.) (2007). Sport in der Prävention (2. Aufl.). Köln: Deutscher Ärzte-Verlag.